Gendern

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                                                                                          Wels, am 2014-07-16

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~015_b_PrennIng-a_0.allgemein-gendern (xx Seiten)_1a.pdf



Zeit für eine Rückkehr zur Sprachlichen Normalität
800 Sprachkritiker gegen die Zerstörung der Sprache durch Binnen-I und andere von oben verordnete Verunstaltungen.
In Printmedien werden nur bei 0,5Prozent von Aussagen, die auf beide Geschlechter bezogen sind, getrenntgeschlechtlich formuliert.
Die Sprachfrequenzforschung belegt ganz im Gegensatz dazu überzeugend, dass der feminine Artikel „die“ in allen Arten von Texten um ein Vielfaches häufiger repräsentiert ist als der maskuline Artikel „der“.

Folgende aus den angeführten irrigen Grundannahmen entstandenen Verunstaltungen des Schriftbildes sind daher wieder aus dem Schreibgebrauch zu eliminieren:

•Binnen-I, z.B. KollegInnen
•Schrägstrich im Wortinneren, z.B. Kolleg/innen
•Klammern, z.B. Kolleg(inn)en
Unterstrich, z.B Schüler_Innen
•hochgestelltes „a“ bzw. „in“ im Anschluss an bestimmte Abkürzungen, z.B. Mag.a, DIin
•angehängtes R, ZeichnungsberechtigteR
Sie/Er      ihr/ihm     sie/ihn     ihrer/seiner
  • Die Anreden „Dame“ und „Fräulein“ sollen ersatzlos gestrichen werden.
  • Formulierungen, in denen Frauen über Männer definiert werden („Herr Müller und Gattin“, „Familie Hans Müller“) sollen vermieden werden.
Laut jüngsten Umfragen lehnen 85%  der Bevölkerung die gegenwärtige Praxis der Textgestaltung im öffentlichen Bereich ab.
Ein minimaler Prozentsatz kämpferischer Sprachfeministinnen darf nicht länger der nahezu 90-prozentigen Mehrheit der Staatsbürger seinen Willen aufzwingen.

Radikale Feministinnen und Feministen gehen so weit, auch den Satz: „Mädchen sind die besseren Schüler.“ abzulehnen, da der Begriff „Schüler“ im Beispielsatz sowohl Mädchen als auch Jungen umfasst (generisches Maskulinum). Das generische Maskulinum solle aber durch den angestrebten Sprachwandel vollständig abgeschafft werden. Diese konsequente Nichtbenutzung des generischen Maskulinums bezeichnet Bettina Jobin als „feministischen Imperativ“: „Bezeichne nie eine Frau, einschließlich dir selbst, mit einem grammatischen Maskulinum.“[17] Bei konsequent angewandter „Geschlechtsneutralität“ müsste der o. g. Satz lauten: „Mädchen sind bessere Schülerinnen, als Jungen Schüler sind.“, „Mädchen sind die besseren SchülerInnen.“, „Mädchen sind die besseren Schüler/-innen.“ oder auch (wenn nicht von Jugendlichen ab 14 Jahren die Rede ist) „Mädchen sind die besseren Schulkinder.“

Gemäßigte Feministinnen und Feministen neigen dazu, im genannten Beispiel ausnahmsweise das generische Maskulinum zuzulassen, zumal das laute Vorlesen der beiden kurzen Varianten erhebliche Probleme bereite.


http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/3838350/Zeit-fur-eine-Ruckkehr-zur-sprachlichen-Normalitaet
http://de.wikipedia.org/wiki/Gender_Gap_(Linguistik)
http://de.wikipedia.org/wiki/Feministische_Linguistik


Hinweis

Auf all meinen Seiten werden die weiblichen Formen nicht genannt.
Es wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen,
dass alle nur in der männlichen Form niedergeschriebenen Formulierungen selbstverständlich auch Frauen gegenüber gelten.


Fritz Prenninger

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Gendern ist als Wort nicht im deutschen Duden zu finden.
Trotzdem wird es vielerorts verwendet, wenn sich Menschen für eine Gleichbehandlung der Geschlechter einsetzen.

Das englische Wort „gender“ bezeichnet im Gegensatz zum Wort „sex“ nicht das biologische Geschlecht, sondern eine gesellschaftliche Kategorie.


Aus für das Binnen-I

Liebe LeserInnen, liebe/r Leser/in

Das österr. Normungsinstitut Austria Standards diskutiert über eine NORM zur geschlechtergerechten Sprache siehe ÖNORM A1080.

Verbindlich waren und sind solche NORMEN ohnehin nicht, es ist wie immer in Öst. einige Beamte haben damit eine überaus sinnvolle Beschäftigung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gender

http://de.wikipedia.org/wiki/Binnen-I

http://de.wikipedia.org/wiki/Gender-Mainstreaming


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Das Österreichische Normierungsinstitut Austrian Standards schlägt vor, in Hinkunft auf das Gendern zu verzichten.

Bundeskanzler Faymann tut es. Vizekanzler Spindelegger tut es. Eva Glawischnig sowieso, von ihr ist das auch nicht anders zu erwarten, H.-C. Strache tut es.
Gendern kann man auf verschiedene Art und Weise, es gibt etwa das Binnen-I und den Schrägstrich und den Gender Gap, es gibt die Möglichkeit, Begriffe zu wählen, die Männer und Frauen gleichermaßen meinen (Studierende statt Studenten). Oder man spricht, wie das Politiker gerne
machen, einfach beide Geschlechter an: „Meine Damen und Herren", beginnen die Parlamentarier ihre Reden. „Liebe Wählerinnen und Wähler!", rufen die Wahlkämpfer ins Mikro. Von den „Österreicherinnen und Österreichern" spricht der Vizekanzler. Und H.-C. Strache erklärte jüngst: „Wir werden diese Demokratieverweigerung von SPÖ und ÖVP genauso wenig einfach hinnehmen wie das die Wählerinnen und Wähler tun werden".
Das ist höflich. Und schlau. Denn prinzipiell haben wir Frauen uns zwar an das generische Maskulinum gewöhnt, das heißt: Wir fühlen uns mitgemeint, wenn nur von Männern die Rede ist, wir parken als Kundinnen auf dem Kundenparkplatz und zünden uns als Raucherinnen im Raucherzim
mer eine Zigarette an. Aber trotz aller Übung fühlen wir uns immer noch eher angesprochen, wenn wir tatsächlich angesprochen werden.
Nun hat das Österreichische Nor-mierungsinstitut Austrian Standards mit einem Vorschlag für Diskussionen gesorgt: Man könnte, meinte es in einem Entwurf, das Binnen-I entsorgen und künftig nur die männliche Form verwenden, man müsse nur am Anfang des Dokumentes dazuschreiben, dass eh beide Geschlechter gemeint sind. Man nennt das Generalklausel.
Das ist interessant, denn es entspricht ziemlich genau jenem Vorschlag, den letztes Jahr ein Professor an der Universität Leipzig eingebracht hat: Auch dort war man des Binnen-I überdrüssig, auch dort fand man, die  Generalklausel sei die vernünftigste Lösung. Der Unterschied: Die Leipziger verwenden das generische Femininum, schreiben also von Professorinnen, Lektorinnen, Studentinnen und was für die gilt, gilt dann automatisch für die Männer.
Dieser Erlass sorgte übrigens für genauso heftige Debatten wie jetzt der Entwurf von Austrian Standards, was nur einen Schluss zulässt: Weder Männer noch Frauen wollen darauf verzichten, direkt angesprochen zu werden. Wenn man aber schon die Generalklausel wählt, so ist die Leipziger Variante wohl gerechter: In der weiblichen Form ist die männliche wenigstens meistens enthalten.

Die Leipziger Uni macht es vor: das generische Femininum.

http://diepresse.com/home/meinung/marginalien/1576766/Liebe-Waehler-Liebe-Osterreicher-Liebe-Herren


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Gendering (abgeleitet von ursprüngl. engl. „Gender“ – soziales Geschlecht) bezeichnet eine hauptsächlich von Feministen und Feministinnen sowie profeministischen Strömungen praktizierte Bestrebung, die Gleichstellung aller Geschlechter in Sprache und Gesellschaft zu etablieren und dem Sexismus in der Sprache entgegenzuwirken. Dazu werden beispielsweise Texte „gegendert“, also in einer möglichst geschlechtsneutralen oder Gender-inkludierenden Form verfasst.

Eine weitere Funktion dieser Praxis ist, durch die ungewöhnliche orthographische Form auf die Thematik der, von den Praktizierenden oft als fehlend oder unzureichend angesehenen, Gleichberechtigung weiblicher, männlicher, queerer Mitglieder der Gesellschaft hinzuweisen sowie Sprechgewohnheiten in Richtung erhöhter Gleichwertigkeit der in Sprechakten Benannten zu beeinflussen.

Als orthographisches und auch gesprochen-sprachliches Mittel wird hierzu häufig das Binnen-I verwendet (wie zum Beispiel in „StudentInnen“), obwohl auch andere konkrete orthographische Praxen zur Umsetzung dieser Ziele Verwendung gefunden haben (z. B. der feste Unterstrich als sogenannte gender-gap: „Student_innen“[1], der dynamische Unterstrich „Doz_entinnen“[2] oder das Sternchen Student*innen). Ein weiteres, weniger augenfälliges Mittel des Genderns ist die Verwendung von deverbativen Substantiven, also Nomen die von Verben abgeleitet sind und deshalb keine auslassende Gender-Markierung enthalten (z. B. „Studierende“). Aus der amerikanischen Praxis teils in die deutschsprachige Gender-Praxis übernommen ist die Verwendung des generischen Femininums anstelle des häufig verwendeten generischen Maskulinums.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gendering

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Was heißt denn überhaupt „gendern“?

Die Initiativen zur Gleichbehandlung der Geschlechter sind vielfältig an den Universitäten. „UniLive“ fragte nach, wie die im Gender-Bereich tätigen Menschen ihre Arbeit auffassen.

Gendern? Das ist doch kein Wort!“, meint Ulrike Felt, Gleichbehandlungsbeauftragte der Fakultät für Sozialwissenschaften. Sie selbst setzt sich nicht nur für die Gleichbehandlung an der Uni Wien ein – als Chefin des Instituts für Wissenschaftsforschung dient sie wohl auch jungen Wissenschaftlerinnen als „Role Model“: Sie lebt vor, dass sich Familie und erfolgreiche Uni-Karriere nicht ausschließen.

Auch Ruth Müller, die die Lehrveranstaltung „Gender in Science“ leitet, kann mit dem Wort „gendern“ nur wenig anfangen: „Etwas kann gegendert sein, also eine geschlechtsspezifische Dimension enthalten. Soll gendern vielleicht heißen, etwas hat Gender-Mainstreaming durchlaufen? Mir geht es darum, offene oder versteckte Diskriminierung im wissenschaftlichen Arbeiten aufzudecken.“

Der Duden kennt das Wort „gendern“ auch nicht. Im Online-Duden erhält man bei der Suche nach „gendern“ die Frage: „Meinten Sie kentern?“ In der gedruckten Version steht unter Gender Mainstreaming: „Verwirklichung der Gleichstellung von Mann und Frau unter Berücksichtigung der geschlechtsspezifischen Lebensbedingungen und Interessen.“ Aha – das hilft.

Die Uni Wien nimmt das Thema „Gender“ jedenfalls sehr ernst. Fast alle Studienrichtungen bieten gender-spezifische Lehrveranstaltungen an. So findet man etwa bei den Sportwissenschaften „Geschlechtersensibles Unterrichten bei Mädchen und Buben“, an der Orientalistik „Gender Studies zur islamischen Welt“ und an der katholischen Theologie „Gender-Theorien und Kirchenhistorie“.

 

„Vergeschlechtlichen“ zu sperrig

Am Referat Genderforschung, das im Wiener Uni-Campus am alten AKH angesiedelt ist, wird auch ein eigenes Masterstudium „Gender Studies“ angeboten. Dort lernt man unter dem Schlagwort der Interdisziplinarität „Grundlagenwissen, das unabdingbar für die europaweiten Bemühungen um geschlechterdemokratisch organisierte Gesellschaftsprozesse ist“, wie dem Leitbild zu entnehmen ist. Derzeit sind knapp 100 Studierende für das Masterstudium „Gender Studies“ inskribiert.

Die Mitarbeiter des Referats sind bemüht, in der Gesellschaft für Geschlechtergerechtigkeit einzutreten. Da man damit nicht früh genug beginnen kann, wird in einem vom „Sparkling Science“ geförderten Projekt seit Oktober auch Schülern ein kritisches Bewusstsein für Geschlechts-Stereotypen vermittelt.

Maria Katharina Wiedlack, die selbst am Referat Genderforschung arbeitet, kann mit dem Begriff „gendern“ sehr wohl etwas anfangen: „Im Englischen gibt es zusätzlich zum biologischen Geschlecht den Begriff ,Gender‘ für das soziale Geschlecht.“ Die Entlehnung ins Deutsche – auch als Verb – macht für sie Sinn, da das Wort „vergeschlechtlichen“ zu sperrig ist und nicht gut ausdrückt, was „gendern“ meint: „Ich verwende diesen Begriff, wenn ich aufzeigen will, dass und inwiefern Frauen und Männer aufgrund ihres Geschlechts ungleich behandelt werden.“

Dass man schon bei der Sprache beginnen soll, beide Geschlechter gleichwertig zu behandeln (und nicht „beide Geschlechtsteile zu umfassen“, wie das kürzlich dem Wort „Bürger“ unterstellt wurde), sind sich die engagierten Befragten einig. Ruth Müller bringt das Beispiel einer internationalen Studie, in der Kinder gebeten wurden einen „scientist“ zu zeichnen. Herauskam, dass fast alle Kinder einen älteren Mann im weißen Mantel mit Brille aufzeichneten. „Wenn ich aber stets ,Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen‘ sage, dann löst das ganz andere Bilder in den Köpfen der Menschen aus“, so Müller. Ulrike Felt bringt zudem ein Beispiel, dass gleiche Rechte für Mann und Frau noch lange nicht gleiche Möglichkeiten bedeuten: „Wenn man die Lebensläufe junger Wissenschaftler ansieht, und ein Mann hat in vielen Bereichen publiziert, dann findet man sein breit gefächertes Wissen beeindruckend. Bei einer Frau heißt es eher ,die arbeitet beliebig‘.“

Offene Formen von Diskriminierung wie jene, in der eine Chemiestudentin beim Putzen des Arbeitsplatzes von einem Mann beobachtet wird und er darauf sagt: „Sehr gut: Jeder macht das, was er am besten kann“, sind eher selten geworden. Der Kampf der Frauen konzentriert sich heutzutage auf das Ausmerzen der vielen versteckten Einschränkungen, mit denen man im Unialltag konfrontiert ist.

 

Versteckte Einschränkungen

Auch Männer kämpfen an dieser Front. Vorsitzender des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen ist Richard Gamauf vom Institut für römisches Recht: „Der Arbeitskreis ist in allen Berufungskommissionen für Professuren vertreten und wenn Verdacht auf Diskriminierung vorliegt, können wir bei der Schiedskommission Beschwerde einlegen.“

Obwohl die Uni Wien auf dem richtigen Weg ist (2007 waren 30 Prozent der Neuberufungen Frauen), ist es bis zur 40-Prozent-Quote noch weit. „Wir haben nicht mal genug weibliche Dekane“, so Gamauf. Nur eine der 15 Dekane ist weiblich. In den Gremien der Universitäten soll nun per Gesetz die 40-Prozent-Quote erreicht werden. Gamauf befürwortet dies: „Die Wissenschaft ist noch immer tendenziell frauenfeindlich. Aber mutige Lösungen fehlen leider.“

http://diepresse.com/home/bildung/unilive/425540/Was-heisst-denn-uberhaupt-gendern

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Das Binnen-I sieht zwar aus wie ein Phallussymbol, ist aber keins.
Ein Beitrag zu einer gerechteren Sprache ist es aber genauso wenig.
Ich bin fürs Entsorgen.
Auf einmal kennt halb Österreich das Komitee 045 Bürowesen des Normungsinstituts.
Es hat einen Vorschlag zur ÖNORM 1080 vorgelegt, der rät, im geschäftlichen Schriftverkehr das Binnen-I nicht anzuwenden.
Und dass man auch nicht immer die weibliche Form zur männlichen hinzufügen muss.
Spätestens seit Walburg Ernst als Vorsitzende den Vorschlag auch noch ganz unverblümt verteidigt hat („Welcher Frau hat das Binnen-I zu einem Job oder zu einer besseren Bezahlung verholfen?"), ist die Aufregung groß.
Ich verstehe völlig, dass Sprache und Schrift die Würde der Frauen achten und unterstützen müssen.
Meine Frau wird allerdings ziemlich heftig, wenn jemand andeutet, ihre Würde sei auf den korrekten Gebrauch von Suffixen angewiesen.
Ich verstehe auch das Argument, Sprache müsse die Frauen sichtbar machen, damit die Welt nicht von Männern dominiert wird.
Aber da muss noch etwas anderes im Spiel sein, denn nicht einmal die Gender-sprache selbst hält sich daran.
Nur wenn man neben die Wiener auch die Wienerinnen setzt und neben die Täter auch die Täterinnen, hebt man den weiblichen Teil sichtbar hervor.
Die genderkorrekten Lehrpersonen, Studierenden und Stellvertretenden machen aber nicht mehr Weiblichkeit sichtbar als die Lehrer, Studenten oder Stellvertreter. „Mitgemeint" sind die Frauen da wie dort, so wie auch die Männer mitgemeint sind, wenn man „die Ordonnanz" sagt oder „die Stellvertretung".
Und Binnen-I und der/die-Schrägstriche machen schon gar nicht die Frauen sichtbar, sondern bloß die verkrampfte Seite des Feminismus.
Es ist ein so massiver Fremdkörper im Schriftbild, dass damit nicht beide Geschlechter deutlich werden, sondern nur der Eingriff selbst und vielleicht seine Absicht.
Klar sieht man das bei der Hinzufügung zum Binnen-I, dem Gender Gap: eine Leerstelle, die für all jene steht, die weder eindeutig Mann noch Frau sind.
Ein weißer Fleck im Text macht sie sichtbar? Das obligate Binnen-I hat mit menschengerechter Sprache also wenig zu tun - es hat mehr den Charakter eines Unterwerfungsrituals, die schriftgewordene Kombination von erhobenem Zeigefinger und Landvogt Gesslers Hut.
An den Postings zur NORM 1080 merkt man, dass das vielen - auch vielen Frauen - gegen den Strich geht, auch wenn ihnen die Gleichberechtigung der Geschlechter wichtig ist.
Meine Frau zum Beispiel sagt, sie habe es satt, ständig dem Narrativ huldigen zu müssen, dass sie einer marginalisierten Unterschicht angehört.
Dadurch hat noch keine Frau einen Job bekommen, oder mehr Geld oder auch nur mehr Selbstwertgefühl.
Michael Prüller - Komunikationschef der Erzdiözese Wien. (früher stv. Chefredakteur der "PRESSE")
mailto:[email protected]

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Gender Mainstreaming - Sprachregeln

Die sprachliche Gleichbehandlung hat sich in den vergangenen Jahren überall durchgesetzt: in den Medien, beim Bund, in der geschriebenen und gesprochenen Sprache. Immer mehr Frauen und Männer kommunizieren bewusster und konsequenter für Frauen und Männer. Auch wenn die Auswirkungen dieser sprachlichen Gleichbehandlung nicht in Zahlen und Bilanzen gewertet werden können, ist der frische Wind von Sprache und Haltung doch spürbar.

Zwölf Spielregeln zur sprachlichen Gleichbehandlung von und für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Studierende, Professorinnen und Professoren, Frauen und Männer.

Investieren Sie zehn Lernminuten, setzen Sie um, denken Sie um, schreiben Sie um!
• Regel 1: Verwenden Sie immer beide Formen (weiter)
• Regel 2: Nennen Sie beide Geschlechter sorgfältig und symmetrisch (weiter)
• Regel 3: Vereinfachen Sie Paarformen mit dem Plural. (weiter)
• Regel 4: Verwenden Sie die Kurzform "xxx/in" nur bei knappen Texten. (weiter)
• Regel 5: Verwenden Sie die Kurzform grammatikalisch richtig. (weiter)
• Regel 6: Verwenden Sie ab und zu neutrale Formen. (weiter)
• Regel 7: Nutzen Sie die direkte Rede. (weiter)
• Regel 8: Formulieren Sie kreativ um. (weiter)
• Regel 9: Setzen Sie die präzise Form ein. (weiter)
• Regel 10: Beachten Sie die Hintergründe. (weiter)
• Regel 11: Vermeiden Sie Klischees. (weiter)
• Regel 12: Denken, sprechen und schreiben Sie ganz selbstverständlich für beide. (weiter)

Regel 1 Verwenden Sie immer beide Formen
Verwenden Sie immer beide Formen, wenn Männer und Frauen gemeint sind. Die vollständig ausformulierte Form eignet sich vor allem für fortlaufende und gesprochene Texte.
Beide möglich: "Eine Professorin oder ein Professor wird Ihre Arbeit beurteilen ..."
Gleichwertig: "Alle Schweizer und Schweizerinnen sind vor dem Gesetz gleich."
Stop! Anstelle der konsequenten Anwendung beider Formen wird oft mit einem Hinweis oder einer Fussnote erwähnt, dass sich der Text sowohl auf Frauen als auch auf Männer bezieht. Diese sogenannte Legaldefinition ist eine Scheinlösung! Sie sollte nur dann verwendet werden, wenn die Lesbarkeit nicht mehr gewährleistet ist.

Regel 2: Nennen Sie beide Geschlechter sorgfältig und symmetrisch
Bei Personenverzeichnissen, Nennungen oder Aufzählungen werden alle Personen wenn möglich mit vollem Namen, Funktion und Titeln aufgeführt.
Einseitig: "Als Ehrengast war Frau Professor Brühlmann mit Ihrem Gatten eingeladen."
Aussagekräftiger: "Als Ehrengäste waren Frau Professor Sonja Brühlmann-Senti, Politologin, und Herr Samuel Brühlmann, Psychologe, eingeladen."
Veraltet: "Beruf des Vaters?"
Sorgfältiger: "Beruf der Mutter und/oder des Vaters?"
Faustregel: Auf Namenslisten soll mindestens ein Element geschlechtsspezifisch sein, zum Beispiel "H. Amacher, Chemie". "Hanni Amacher, Chemie"
Achtung: Bei zahlreichen Vornamen ist nicht klar, ob es sich um die männliche oder weibliche Form handelt (zum Beispiel Andrea, Anuk).

Regel 3: Vereinfachen Sie Paarformen mit dem Plural.
Vereinfachen Sie Paarformen mit dem Plural. Ausformulierte Doppelformen (Vollformen) können umständlich oder schwer lesbar
werden.
Schwerfällig: "Erst dann, wenn eine Studentin oder ein Student das Studium als Doktorandin oder Doktorand abgeschlossen hat, kann sie oder er sich als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter bewerben."
Besser: "Studierende können sich erst nach dem Doktoratsabschluss als Mitarbeiter/innen bewerben."
Betonen: Passen Sie die Reihenfolge der männlichen oder weiblichen Form sinnvoll dem Kontext an.
Betonung auf dem Männlichen: "Wir sprechen Kindergärtner und Kindergärtnerinnen gleichberechtigt an."

Regel 4: Verwenden Sie Die Kurzform "xxx/in" nur bei knappen Texten.
Kurzformen sollten nur bei Formularen, Kurzmitteilungen, Protokollen etc. verwendet werden. Wir verwenden an der ETH Zürich die Kurzform "Student/in". "Mitarbeiter/innen der Gruppe A", "Sozialleistungen für Lohnbezüger/innen"
Aber: Die Kurzform wird beim mündlichen Vortragen eines Textes in die Vollform
aufgelöst: "Langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden der Gruppe A zugeteilt."

Regel 5: Verwenden Sie die Kurzform grammatikalisch richtig.
Nach dem Weglassen der Kurzform nach dem Schrägstrich muss eine grammatikalisch korrekte Formulierung übrigbleiben.
Falsch: "Für behinderte Student/innen steht eine Rampe zur Verfügung."
Weglassprobe: "Für behinderte Student steht ... "
Korrekt ist hier die Vollform oder besser die neutrale Formulierung: "Für behinderte Studierende steht eine Rampe zur Verfügung."
Vermeiden Sie Häufungen bei Kurzformen. Anstelle: "ein/e neue/r Assistent/in" müsste es heissen: "ein neuer Assistent/ eine neue Assistentin." Übrigens: Die Kurzform mit Klammer "xxx(in)" erfüllt die Forderungen der sprachlichen Gleichstellung nicht, da in Klammer beigefügte Ergänzungen als eher unwichtig beurteilt werden.

Regel 6: Verwenden Sie ab und zu neutrale Formen.
Substantivierte Formen wie zum Beispiel "die Jugendlichen" und eine Reihe von Begriffen wie "Personen", "Führungskräfte" etc. sind neutral und darum in der Sprachverwendung einfacher. Neutral: Studierende, deren Eltern getrennt leben, wohnen aus finanziellen Gründen oft bei einem Elternteil."
Statt: "Zürcherinnen und Zürcher"
einfach: "die Zürcher Bevölkerung."
Statt: "Jedermann ist eingeladen, am Mittag in der Mensa der ETH zu essen."
Neutral: "Alle sind zum Mittagessen in die Mensa der ETH eingeladen."
Achtung: Einige neutrale Formulierungen wirken veraltet, distanziert und ungewohnt, zum Beispiel: "die Bittstellenden", "die Kursleitenden", "die stimmabstinente Bevölkerung".
Besser: "Alle, die nicht stimmen".

Regel 7: Nutzen Sie die direkte Rede.
Mit der direkten Anrede oder Infinitivumschreibungen lassen sich Formulierungen oft stark vereinfachen. Die direkte Rede ist auch bei Stellenbeschreibungen, Anforderungsprofilen, Zuständigkeitsbeschreibungen sinnvoller.
Indirekt und kompliziert: "Die Benutzerin/der Benutzer der Bibliothek hat zu beachten: ..."
Direkter: "Bitte beachten Sie folgende Bibliotheksregeln:..."
Statt: "Gegenwärtiger Wohnort des Studenten/der Studentin?"
Einfacher: "Welches ist Ihr gegenwärtiger Wohnort?"
Statt: "Wir suchen eine/n erfahrene/n, teamfähige/n und im Bereich der transparenten Wärmedämmmung spezialisierte/n Mitarbeiter/in."
Lesefreundlicher: "Sie sind teamfähig, bringen Erfahrung und Spezialwissen im Bereich der transparenten Wärmedämmung mit..." Norm: Stellenausschreibungen müssen nach Weisungen des Bundes so formuliert werden, dass sie sich an beide
Geschlechter richten.

Regel 8: Formulieren Sie kreativ um.
Schwerfällige, einseitige Formulierungen lassen sich oft durch verschiedenste kreative Varianten vereinfachen und ersetzen.
Statt: "Der ETH-Angestellte erhält die Kinderzulagen mit dem Lohn."
Korrekt: "Die Kinderzulagen werden ETH-Angestellten mit dem Lohn ausbezahlt."
Statt: "Jeder Student ist froh, das Prüfungsergebnis rasch zu kennen."
Neutral: "Wer die Prüfung gemacht hat, ist dankbar für eine rasche Antwort."
Statt: "Behandlungen beim Zahnarzt sind in der Regel nicht versichert."
Offener: "Zahnärztliche Behandlungen sind in der Regel nicht versichert."
Statt: "Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars sind berechtigt, die Software zu benützen."
Direkter: "Die Teilnahme am Seminar berechtigt zur Benützung der Software."
Mischen Sie! Der Text wird durch kreative Formulierungen und Varianten spannender, leichter lesbar und oft auch präziser.
Tip: Wenn Sie einen Text zuerst in der männlichen Form erarbeiten und die weibliche Form erst nachträglich ergänzen, wirkt dies meist langweilig, aufgesetzt und schwerfällig.

Regel 9: Setzen Sie die präzise Form ein.
Setzen Sie bei Dokumenten, die sich an Einzelpersonen richten, die präzise Form ein. Verfügungen, Entscheide, Verträge, Diplome, Zeugnisse, Personenverzeichnisse, Korrespondenz und alle Texte, die sich konkret an eine Person wenden, müssen geschlechtsspezifisch in der richtigen Form angepasst werden.
Statt: "Sehr geehrte/r Frau/Herr Bingesser. Wie mir Ihr Mitarbeiter/Ihre Mitarbeiterin mitgeteilt hat, möchte sie/er ihre/seine Stellenbewerbung zurückziehen."
Einfach: "Liebe Kollegin Bingesser. Ihr Mitarbeiter Herr Koller hat mir mitgeteilt, dass er seine Stellenbewerbung zurückzieht."Einfacher: "Speichern Sie auf dem PC Textdokumente (Standartbriefe, Weisungen, Verfügungen, Formulare) in einer männlichen und in einer weiblichen Form ab.

Regel 10: Beachten Sie historische Hintergründe
Beachten Sie bei historischen Dokumenten und Übersetzungen die Hintergründe. Geschichtliche Darstellungen müssen die historische Genauigkeit wiedergeben. Bei Übersetzungen ins Deutsche wird die sprachliche Gleichstellung angestrebt, sie soll aber den Tatsachen entsprechen.
Historisch: "1971 haben die Schweizer Stimmbürger über das Frauenstimm- und wahlrecht entschieden."
Angepasst: "Les conseillers nationaux romands" wird übersetzt mit "Die Nationalrätinnen und Nationalräte aus der Romandie."
Achtung: Zitate werden wortgetreu wiedergegeben.

Regel 11: Vermeiden Sie Klischees.
Ersetzen Sie veraltete Redewendungen und Stereotype, die Frauen oder Männer diffamieren oder nicht ernst nehmen.
Meiden Sie Fotos, Illustrationen und Karikaturen mit klischierten Inhalten und veralteten Rollenbildern.
Ersetzen Sie: Formulierungen wie "das schwache Geschlecht", "das starke Geschlecht", "die holde Weiblichkeit", "das Familienoberhaupt" ganz einfach durch: "die Frauen" oder "die Männer".
Tipp: Lassen Sie Texte, Vorträge oder Konzepte von einer Kollegin oder einem Kollegen ab und zu auf Stereotype überprüfen.

Regel 12: Denken, sprechen und schreiben Sie ganz selbstverständlich für beide.
Berücksichtigen Sie Frauen und Männer bereits bei der Planung und Konzeption von Berichten, Vorlesungen, Ausstellungen und Projekten. Zitieren Sie Expertinnen und Experten. Berücksichtigen Sie bei der Bildauswahl oder bei Beispielen auch Frauen. Achten Sie bei Arbeits- und Projektgruppen auf Ausgewogenheit und Meinungsvielfalt. Vermeiden Sie es, die sprachliche Gleichstellung durch Übertreibung lächerlich zu machen, zu trivialisieren oder zu ignorieren.


http://wko.at//ubit/gender/sprache.htm

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Gendergerechte Texte und gendergerechte Teilnehmerinnen- und Teilnehmeransprache

Diese Beispiele richten sich an Männer und Frauen. Wir alle leben in einer Gesell­schaft, die gewohnt ist männerzentriert wahrzunehmen, zu denken und entsprechend zu handeln. Des­halb haben wir alle Nachholbedarf in Sachen geschlechtergerechter Kommunikation. Im Zentrum steht die Fähigkeit, auch andere Perspektiven als die eigene, gewohnte einzube­ziehen und die Forderung, alle Menschen, Frauen und Männer, Menschen mit unterschied­lichem Hintergrund in Sachen Bildung, sozialer Stellung und Kultur gleichermaßen anzuspre­chen und einzubeziehen und keines der verschiedenen Kollektive zu diskriminieren. Im Vordergrund steht das bewusste, ex­plizite Nennen und Einbeziehen der Frauen und ihrer Lebens- und Erfahrungswelten.

Stellen Sie sich die Frauen und Männer als Handelnde vor.
Drücken Sie sich handlungsorientiert aus, d. h. verwenden Sie für die Handlungen vorwiegend Verben statt Substantive.

Verwenden Sie immer beide Formen, wenn Männer und Frauen gemeint sind.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer; Dozentinnen und Dozenten
Nutzen Sie die direkte Rede. Sprechen Sie den Lesenden direkt an.

Vereinfachen Sie Paarformen mit dem Plural oder verwenden Sie neutrale Formen.

Vermeiden Sie Klischees, Stereotype, die Frauen oder Männer diffamieren oder nicht ernst nehmen.
Ganz besonders in der Wahl von Bildern, Fotos, Beispielen, aber auch in Sprachbildern.
Beispiele für herkömmlich verwendete Ausdrücke:.

Formulieren Sie kreativ um.

  1. Jeder Seminarteilnehmer, der den Kompetenznachweis erbracht hat.

  2. Die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer sind berechtigt...

  3. Allrounder

  4. benutzerfreundlich

  5. anwenderbezogen

  6. kundinnen- und kundenorientiert



http://www.genderleitfaden-weiterbildung.de/erfolgssicherung/gendergerechte-texte/


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Genderwahns.

Jürgen von der Lippe und die "Gender-Scheiße"


("Liebe Kolleginnen und Kollegen"), hält von der Lippe für "Gender-Scheiße". "Das macht mich fertig", so der Entertainer. "Wenn ich 'Mit-Glieder' sage, müsste ich politisch korrekt doch auch 'Mit-Mösen' sagen.




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Impressum: Fritz Prenninger, Haidestr. 11A, A-4600 Wels, Ober-Österreich, mailto:[email protected]
ENDE